EU-Agrarpolitik: Öffentliche Gelder für öffentliche Leistung! Dumping beenden!
Die EU-Agrarpolitik setzt auf eine exportorientierte Landwirtschaft, die Überschüsse produziert. Die EU avancierte in der Zeit von 1975-88 von einem überwiegenden Nahrungsmittelimporteur zu einem immer wichtigeren Nahrungsmittelexporteur. Seit den 80er Jahren werden Exportsubventionen eingesetzt. Die 1992 mit der McSharry-Reform eingeleitete Abkehr vom Marktpreisstützungssystem, die Einrichtung der 2. Säule "ländliche Entwicklung" mit der Agenda 2000 und die konsequente Weiterführung der Reform mit den 2003 verabschiedeten Luxemburger Entschlüssen sind zwar wichtige Schritte zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, lösen aber nicht das Dumping-Problem.
Die EU
hat sich selbst einen weltmarktorientierten Reformkurs auferlegt und sich der
internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungsindustrie
verschrieben. Wer nicht hinreichend produktiv oder
wettbewerbsfähig ist, soll mit der Landwirtschaft aufhören. Das Höfesterben ist
zum politischen Programm mutiert. Umwelt- und Tierschutzstandards werden als
Wettbewerbsnachteile deklariert. Die Europäische Agrarpolitik befördert nicht nur die Marktmacht der Konzerne im Ernährungssektor, sondern auch den Verlust der Artenvielfalt, die
Nitratbelastung im Grundwasser, die Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen,
die Bodenerosion und die nicht artgerechte Massentierhaltung. Sie hat sich nicht bewährt. Die Zeit ist reif für eine neue Europäische Agrarpolitik: fair, umweltgerecht und global verantwortlich! Artikel und Kommentare:
Papier "Die EU exportiert - die Welt hungert". Warum die EU-Agrarpolitik auf Kosten armer
Länder geht. (April 2011)
Milchbauern auf dem Weltmarkt – Absolut Machtlos (taz-beilage; Januar 2011)
Wie viele Regeln braucht der Milchmarkt (PPT zur
Veranstaltung am 4.10.2010)
"Die Zukunft der Milchwirtschaft: Weniger ist mehr! Eine Vergleichsstudie verschiedener Milchmarktkonzepte (Studie im Auftrag von Martin Häusling, MEP)
"Aigner
setzt auf ein bloßes Weiter-So" BZ-Interview mit Marita Wiggerthale
von der Hilfsorganisation Oxfam: Sie verlangt eine umweltschonende
Agrarpolitik (23.2.2010)
Schwimmt
sogar in Milch. Die politisch gesteuerte Überproduktion richtet
weltweit Schaden an (1. Politischer Kirchentag Plön, Extrablatt vom 30.
August 2009)
Europäische Milchpolitik: Stellungnahme zu den Argumenten des BMELV und der EU-Kommission (22. Juli 2009)
Transparenz
ist Bürgerrecht, auch in Bayern. (Standpunkt veröffentlicht am
26.6.2009 auf dem Online-Portal für europäische Nachrichten
www.euractiv.de)
Volle Subventionstöpfe für die Großen.
Ein Who Is Who der Lebensmittelkonzerne (Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung, 24.6.2009)
Die europäische Fast Food Landwirtschaft (Robin Wood Magazin, Nr. 101/2 09)
EU-Exportsubventionen: Milchbauern in Entwicklungsländern haben das Nachsehen (Blog bei Aktion Mensch, 11.3.2009; Blog bei Baustellen der Globalisierung, 19.3.2009)
Bauern oder Lebensmittelunternehmen – wer hat das sagen?
Marktkonzentration und ihre Auswirkungen auf den Agrar- und
Nahrungsmittelsektor und die Politik in der EU (Beitrag für den "Kurswechsel", September 2008)
Seehofer bremst (Kommentar, Neues Deutschland, Brüsseler Spitzen, 25. Januar 2008)
Blockade bei Transparenz (Kommentar, zu EU-Agrarsubventionen Neues Deutschland, Brüsseler Spitzen, 14. September 2007)
Relationships with developing countries – the implications of CAP reform (PPT presented at "Future policies for rural Europe 2013 and beyond – delivering sustainable rural land management in a changing Europe", BfN and LUPG, 19-20 September 2007)
What's wrong with EU investment aids in agriculture? The underestimation of the importance of the Green Box in current WTO negotiations (July 2007)
Millionen für Multis. Die „Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen“ will ans Tageslicht bringen, wer wirklich von den Agrarsubventionen profitiert (FoodFirst Magazin 01/2007)
Kein Platz für den Süden in Seehofers Agrarpolitik. Entwicklungspolitische Bilanz der Politik des BMELV seit Seehofers Amtsantritt (18. Januar 2007)
EU-Agrarpolitik - Wie grün ist sie wirklich? (2006)
Die einzelbetriebliche Agrarinvestitionsförderung in
den Bundesländern - eine Übersicht (2006)
The Trade Agenda of the European Agribusiness. The interests of the food sector in current WTO agriculture negotiations (published by WEED and AbL, translated by CCFD, France, November 2005)
Unbequem, herausfordernd und vielversprechend - ein agrarpolitischer (Dis-)Kurswechsel à la Ernährungssouveränität (FoodFirst Magazin 3/2005)
What's wrong with EU agricultural subsidies? (July 2005)
Ein Rückschlag für die ärmsten Entwicklungsländer (Kommentar zum Kommissionsvorschlag vom 22.6.2005 zur Reform der Zuckermarktordnung)
Erste Einschätzung des EU-Kommissionsvorschlags zur Reform der Zuckermarktordnung
Zucker: Reform ja, Liberalisierung nein (epd-Entwicklungspolitik 14/15. Juli 2004)
Statt Freihandel: nachhaltige ländliche Entwicklung in Nord und Süd (Die ökologischen Grenzen der Globalisierung, BUND, Juli 2004)
Europäische Agrarumweltpolitik in den Grenzen der WTO (Germanwatch, April 2004)
Exportsubventionen und ihre Wirkungen auf Entwicklungsländer (Ernährungsdienst vom 17.3.2004)
Der Agrarexpress auf der Nachhaltigkeitsstrecke (epd-Entwicklungspolitik 13/2003)