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Die Nahrungsmittelkrise bewältigen - Für eine Welt ohne Hunger!

Weltweit gehen heute knapp eine Milliarde Menschen Abend für Abend hungrig ins Bett. Die Nahrungsmittelspekulation und der Agrartreibstoffboom ließen Ende 2007, Anfang 2008 die Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt explodieren. All jenen Ländern, die von Nahrungsmittelimporten abhängig sind, sind die hohen Weltmarktpreise zum Verhängnis geworden. Jahrzehnte der Deregulierung und der Liberalisierung der Landwirtschaft haben immer mehr Entwicklungsländer abhängig von Nahrungsmittelimporten gemacht.

Die Förderung der lokalen Nahrungsmittelproduktion und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft war jahrzehntelang kein (Schwerpunkt)Thema, auch nicht in der Entwicklungszusammenarbeit! Der Anteil der Entwicklungshilfe, der in die Landwirtschaft fließt, ist von 18 Prozent in den 1980er Jahren auf vier Prozent 2008 gesunken. Nachhaltigkeitsaspekte werden weitestgehend ignoriert. Dabei ist eine angepasste, die Bodenfruchtbarkeit verbessernde Landbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels drängender denn je.

Factsheets: Deutsche/Bank (2011)    Landgrabbing (2011)   Bioethanol/-diesel (2011)   Nahrungsmittelspekulation (2011)   Chronologie Warenterminmärkte (2011)   Frauen (2010)   EU-Agrarpolitik (2010)   Entwicklungshilfe (2009) Milchexportsubventionen (2009)   Milch (2009)   Chronologie Milchpolitik (2009)   Chronologie Transparenz (2009)  Direktzahlungen (2008)

Artikel und Kommentare:

Gastkommentar zum Zehn-Punkte-Programm zur ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung: Vieles klingt besser als es ist (Die Tagespost, 30. Januar 2012)

Kommentar: Zuviel Spekulation im System (Deutsche Version für Rural 21, Oktober 2011)

Too much speculating in the system! (Rural 21, The International Journal for Rural Development, Vol. 45 Nr. 5/2011: Price trends on world agricultural markets)

"Hohe Preise bedeuten Hunger" (Interview in der Zeitschrift E+Z, 2011/04, Schwerpunkt, Seite 152-153)

Erzeugt Gier Hunger? Zocken mit Agrarprodukten (Interview in Bayern 2, Dossier Politik, Podcast unten auf der Seite)

Stellungnahme zur "Welternährung“ (Öffentliche Anhörung im Ausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages am 04. April 2011)

Spekulieren mit dem Brot der Welt (Südwind, taz-Beilage "Wer soll das bezahlen?", 18.12.2010, S.2)

Macht zu viel Handel Hunger? Streitgespräch mit Klaus-Dieter Schumacher vom Handelsunternehmen Töpfer-International (Böll-Thema, Ausgabe 2, 2010, S.26-29)

"Es sind genug Lebensmittel für alle da" Spekulanten machen das Essen zu teuer für die dritte Welt, beklagt Oxfam-Expertin Wiggerthale vor dem Welternährungsgipfel. (Interview im Tagesspiegel am 13.11.2009)

Macht Handel Hunger?  (Themenheft Welternährung, Aus Politik und Zeitgeschichte, 2. Februar 2009)

Ungelöste Ernährungskrise. Keine Entwarnung trotz sinkender Getreidepreise auf dem Weltmarkt (Neues Deutschland, 24.12.2008)

Wie der Hunger bekämpft werden kann (WISU-Magazin, 12/08)

Die vergessene Krise (Blog bei Aktion Mensch, 21.10.2008)

Wenn Lebensmittel unbezahlbar werden (Metallzeitung, Mai 2008)

Strukturen des Hungers: Blickpunkt Weltagrarhandel (Strassenmagazin, Uhu)



 

Marita Wiggerthale | m.wiggerthale@jpberlin.de